OPC
ANTI - AGING 
OPC steht für: OLIGOMERE PROANTHO CYANIDINE
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| Quelle: Ärzte Zeitung, 26.09.2005 |
Pflanzen-Extrakt bremst die Vermehrung von GrippevirenPolyphenol-reiche Extrakte hindern Influenza-Viren offenbar daran, in menschliche Zellen einzudringen / Zellkultur-Versuche mit Cist-Rosen-ExtraktNEU-ISENBURG (mut). Läßt sich mit Pflanzen-Extrakten eine Grippe-Infektion verhindern? Zumindest in Zellkulturen können Polyphenol-reiche Extrakte die Vermehrung von Influenza-Viren blockieren. Versuche deuten darauf, daß Substanzen aus solchen Extrakten Influenza- und andere Viren daran hindern, in Zellen einzudringen. Pflanzliche Polyphenole waren bisher eher als Antioxidantien bekannt. So gibt es Zellkultur-Untersuchungen, in denen die Substanzen, zu den viele Farbstoffe, Geschmacksstoffe und Gerbsäuren gehören, das Wachstum von Krebszellen hemmten. Und mit Polyphenolen aus grünem Tee ließ sich auch bei Mäusen die Tumorinzidenz senken. Polyphenole wirken offenbar auch antiviralDoch offenbar haben Polyphenol-reiche Extrakte noch andere Fähigkeiten: Sie wirken antiviral. Es gibt inzwischen Studien mit Extrakten der bulgarischen Heilpflanze Geranium sanguineum. Dabei blockierten die Extrakte nicht nur die Vermehrung von verschiedenen Influenza-Stämmen in Zellkultur, sie schützten auch Mäuse vor Influenza-Infektionen (Life Science 6/76, 2005, 2981). Einen starken antiviralen Effekt hat jetzt auch eine deutsche Untersuchung ergeben - und zwar für einen Extrakt aus der graubehaarten Cist-Rose (Cistus incanus), einer Pflanze mit einem besonders hohen Gehalt an Polyphenolen. Der Extrakt ist in Deutschland als Cystus® erhältlich. Forscher vom Institut für Molekulare Virologie der Uni Münster haben geprüft, ob der Extrakt die Vermehrung von Vogelgrippe-Viren und von humanen Influenza-Viren stoppen kann. Dazu behandelten sie menschliche Lungen-Epithelzellen und Hunde-Nieren-Epithelzellen mit unterschiedlichen Konzentrationen des Extrakts und infizierten die Zellen anschließend mit dem Vogelgrippe-Stamm H7N7 sowie mit dem Human-Influenza-Stamm H1N1. Viren-Konzentration wurde um zwei Zehnerpotenzen gesenktDie Ergebnisse: In beiden Zellinien konnte die Virusvermehrung deutlich blockiert werden - und zwar sowohl die der Vogelgrippe- als auch die der Human-Influenza-Viren. Neun bis 24 Stunden nach der Infektion waren die Viren-Konzentrationen in Lösungen von Zellen, die mit dem Extrakt behandelt wurden, um bis zu zwei Zehnerpotenzen geringer als in Lösungen von unbehandelten Zellen, heißt es im Abschlußbericht der Untersuchung. Dabei war die antivirale Wirkung dosisabhängig: Mit einer Extrakt-Konzentration von 2µg/ml war sie nur sehr gering, mit einer Konzentration von 25 und 50 µg/ml am stärksten ausgeprägt. Eine schädliche Wirkung des Extraktes auf die Zellen konnte bei weiteren Versuchen nicht festgestellt werden. Jetzt wäre zu prüfen, ob sich der Extrakt auch in der Praxis zur Grippe-Prävention und -Therapie bewährt, so Professor Stephan Ludwig, der die Studie geleitet hat. Um eine Extraktkonzentration von 25 bis 50 µg/ml auf Lungenepithelien zu erreichen, eignet sich die orale Einnnahme aber kaum. "Die geeigneten Konzentrationen ließen sich am besten erreichen, wenn man den Extrakt etwa über ein Spray inhalieren würde", sagte Ludwig zur "Ärzte Zeitung". Noch unklar ist, wie der Pflanzenextrakt die Viren unschädlich macht. Ludwig vermutet zwar, daß Polyphenole im Extrakt die Ursache sind, es könnten aber auch Terpene an dem Effekt beteiligt sein. Für Polyphenole als antivirale Agenzien spricht eine Untersuchung mit einem isolierten Polyphenol - Resveratrol aus Rotweintrauben. Die Substanz verhindert erfolgreich die Vermehrung von Influenza-A-Viren (J Infect Dis 191, 2005, 1719). Die Forscher der Studie vermuten, daß die antioxidative Wirkung der Substanz in den Zellen Ursache dafür ist. Ludwigs Experimente deuten zumindest für den Cist-Rosen-Extrakt aber in eine andere Richtung. So hat er festgestellt, daß Viren, die vor der Infektion mit dem Extrakt behandelt werden, kaum noch infektiös sind. Demnach scheint der Extrakt auch direkt auf die Viren zu wirken. "Wir gehen davon aus, daß die Viren selbst gehemmt werden",so Ludwig. Ursachen dafür könnten ebenfalls Polyphenole in dem Extrakt sein. So ist bekannt, daß Polyphenole Proteine verklumpen können. Viren haben besonders viele Proteine in ihrer Außenhülle. Binden Polyphenole dabei an wichtige virale Rezeptoren, können die Viren nicht mehr in Zellen eindringen. "In Aufnahmen mit Fluoreszenz-Mikroskopen konnte man sehen, daß Viren offenbar auf den Zelloberflächen sitzen und nicht reinkommen", so Ludwig. Da die Proteinbindung unspezifisch ist, könnte dies auch die Wirkung des Cist-Rosen-Extraktes auf andere Viren erklären. So klangen mit dem Extrakt, den Patienten mit Tonsillopharyngitis in einer klinischen Studie gurgelten, die Beschwerden schneller ab als mit grünem Tee - solche Infekte sind meist viral bedingt. Für Ludwig ist der Extrakt daher bei einer Atemwegsinfektion einen Versuch wert: "Ich würde den Extrakt nicht nur bei einer beginnenden Grippe nehmen, sondern nehme ihn jetzt schon bei beginnenden Halsschmerzen oder Entzündungen in der Mundhöhle." |
| Quelle: pte/GesundheitPro.de 22.04.2005 |
Tumor gebremstWirkung pflanzlicher Wirkstoffe entschlüsseltHamburger Wissenschaftler haben jetzt entdeckt, wie pflanzliche Substanzen das Wachstum eines Tumors hemmen Die Wissenschaftlern des
Universitätsklinikums Hamburg Eppendorf haben in bestimmten Pflanzen
tumorhemmende Wirkmechanismen gefunden. Die Pflanzenwirkstoffe, so
genannte Polyphenole, sind den Forschern zwar schon lange bekannt, ihre
Wirkweise konnte aber erst jetzt genau beschrieben werden, berichten die
Molekularbiologen im Wissenschaftsmagazin Journal of Biological Chemistry. |
| Auszug aus Forsch Komplementärmed Klass Naturheilkd 2004;11:53–55 |
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Tagungsbericht
16. Schweizerische Tagung
für Phytotherapie:SMPG Phytotherapie
und Stoffwechsel Pflanzen
und freie Radikale: Ihre Rolle in Vorbeugung und
Behandlung Prof.
Dr. Kurt
Hostettmann von
der Universität Lausanne
referierte über Arzneipflanzen als Radikalfänger.
Gesundheitsschädigende Radikale entstehen durch ultraviolettes Licht,
ionisierende Strahlung, reaktive chemische Substanzen, Katalysatoren
und/oder Enzyme aus Sauerstoff,
Wasserstoffperoxid und Hydroxylionen. Ausgelöst wird ein oxidativer
Stress, der den
Stoffwechsel beeinflussen kann. Bei Krankheitsbildern wie Atherosklerose,
Krebs, chronische Polyarthritis, möglicherweise auch Morbus Parkinson und
nach ischämischen Attacken spielt der oxidative Stress eine Rolle. Täglich
sind wir Menschen vielen Radikalen ausgesetzt. In
Form von Antioxidantien werden zum Schutz viele Radikalfänger mit der
Nahrung eingenommen,
z.B. Vitamin E (á-Tocopherol),
Vitamin C und verschiedene Carotinoide, insbesondere â-Carotin. Zahlreiche weitere in Pflanzen vorkommende
Naturstoffe zählen ebenfalls
zu den Radikalfängern, insbesondere Flavonoide, Procyanidine, Anthocyane,
Tanni- Der
Gehalt an Epigallocatechin-3-o-gallat (EGCG), das bei der Fermentierung
von Grüntee zu
Schwarztee polymerisiert und deshalb verschwindet, ist entscheidend. In
Testsystemen hat
EGCG eine grössere antioxidative Kraft als Vitamin E. Daraus abgeleitet
wird ein bei regelmässigem Konsum bestehender Schutz gegen die Entstehung
verschiedener Krebsformen, insbesondere
von Speiseröhren-, Magen- und Lungenkrebs sowie Krebsfomen im
Urogenitalsystem und im Darm. Aktuell
im Gespräch ist eine hohe Erfolgsquote von
Grüntee bei der Gewichtsreduktion. «Viel Publizität und wenig Beweise»
– so der Kommentar Hostettmanns zu diesem Thema. Hierfür fehlen noch
wissenschaftliche Grundlagen. Eine Studie in Lausanne zeigte keinen Effekt
des in Grüntee vorhandenen Koffeins auf die Energiebilanz. Kontrovers
fallen die Experimente mit Grüntee bezüglich Thermoregulation und
Hemmung der
Lipasen aus. Häufig werden im Grüntee Pestizidrückstände gefunden,
dies sei jedoch nicht
so beunruhigend, da die Pestizide schlecht wasserlöslich sind, meinte
Hostettmann. Ein
chemotherapeutisches Potential wurde auch für Curcumae rhizoma beobachet.
Kurkumawurzel ist ein Bestandteil von Curry. Die Stammpflanzen (Curcuma longa und
C.
xanthorrhiza)
gehören wie Ingwer zur Familie der Zingiberaceae. Kurkumawurzelpulver
wird gelegentlich zum Strecken von Safran gebraucht, da es billiger ist.
Curcumine heissen die gelben Farbstoffe.
Sie geben dem Curry die charakteristische Farbe. Die klassische Indikation
für Kurkumawurzelpulver
ist die Verdauungsförderung. Eine 2002 publizierte Studie zeigte, dass
bei hohem Konsum von Kurkumawurzel die Kolonkarzinomrate deutlich
reduziert werden konnte.
Eine andere Studie, die bei Kurkumawurzelkonsum weniger Katarakte fand,
ist wissenschaftlich
nicht ausreichend fundiert. Thai-Ingwer
und Ingwer haben ähnliche Eigenschaften wie Kurkuma. Lycopene
– der grosse Schlager? In Tomaten findet man hohe Konzentrationen an
Lycopen, einem langkettigen Karotin, das als Lebensmittelfarbstoff
anerkannt ist und als untoxisch gilt. Mit dieser Substanz setzt sich vor
allem die amerikanische Krebsforschung auseinander. Bei hohem
Tomatenkonsum (insbesondere in Form von Tomatensauce) war gemäss einer
Studie, die im «Journal of Natural Cancer Institute» publiziert wurde,
das Risiko an
einem Prostatakarzinom zu erkranken um 36% gesenkt. Und wen überrascht’s:
Auch aufgereinigtes Lycopen ist in den USA als Nahrungsergänzungsmittel
im Handel. Leontopodium
alpinum – eine potentielle Arzneipflanze?Es gibt 41 Arten von Edelweiss (Leontopodium
alpinum),
die meisten im Himalaya. Pflanzen, und Lignane. Es sind dies
ausschliesslich Polyphenole. Sie sind denn auch die gewichtigsten
Inhaltsstoffe verschiedenster Arzneipflanzen. Flavonoide
und Polyphenole als Radikalfänger Ginkgo biloba ist eine Arzneipflanze, die
entwicklungsgeschichtlich 50 Millionen Jahre zurückverfolgt werden kann.
Sie enthält zahlreiche Verbindungen
mit Radikalfängereigenschaften. Bestens bekannt sind die Ginkgolide und
die Flavonoide. Mit dem hohen Gehalt an Polyphenolen wird ihre Resistenz
gegen Luftverschmutzung, tiefe Temperaturen, Viren, Pilze, Insekten und
Feuer erklärt. Berühmt ist die
Geschichte, dass ein Ginkgo-biloba-Baum
wegen seiner ausserordentlichen Resistenz 1945 die
Atombombe von Hiroshima überlebt hat. Die medizinische Wirkung von Ginkgo
biloba ist
vielfältig. Neu entdeckt wurde ein neuroprotektiver Effekt. Basierend auf
diesen und anderen pharmakologischen
Befunden sowie auf neueren klinischen Studien erkennt die WHO für
Ginkgo
biloba die
Indikation Morbus Alzheimer an. Reich an Flavonoiden und Procyanidinen ist
auch der Weissdorn. In der Mariendistel sind es die Silybine (sie zählen
ebenfalls zu den
Flavonoiden), die die Peroxidation der Lipide in den Mitochondrien und
Mikrosomen hemmen. In vino sanitas Resveratrol ist eine Substanz, die in der Haut von Weintrauben vorkommt und immer wieder im Fokus wissenschaftlicher Untersuchungen steht. 1976 wurde das potente Antioxidans in der Frucht, 1992 im Wein selbst nachgewiesen. Im Rotwein ist die Resveratrol-Konzentration (3–8 mg/l) deutlich höher als im Weisswein (0,03 mg/l). Das
«französische Paradoxon» findet in der positiven antioxidativen Wirkung
des Weins
eine Erklärung: Trotz insgesamt ungesundem, üppigem Essen besteht in
Frankreich eine
niedrige kardiovaskuläre Mortalität. Im Gegensatz dazu findet man in
Finnland eine hohe
kardiovaskuläre Mortalität bei niedrigem Weinkonsum. Aktuellste Studien
zeigen, dass Resveratrol
die von den alveolären Makrophagen ausgeschütteten entzündlichen
Zytokine inhibiert. Ob deshalb mit Wein eine Raucherkrankheit (COPD =
chronic obstructive pulmonary disease)
behandelt werden kann, wie es gewisse Schlagzeilen verkünden, bleibt
fraglich. In
den USA kann reines Resveratrol als Nahrungsergänzungsmittel bereits
gekauft werden. Die
Europäer stehen dieser Entwicklung bisher noch skeptisch gegenüber. Sie
ziehen wohl den Wein
vor!
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